 
Der Yak (Bos grunniens) ist eine Art aus der Familie
der Hornträger (Bovidae) und eine von fünf Rinderarten,
die durch den Menschen als Nutztier gezähmt wurden. Wahrscheinlich
hat diese Domestikation schon vor mehr als 3000 Jahren stattgefunden.
Hausyakbullen werden bis zu 3 m lang, erreichen eine Schulterhöhe
von 1,80 m und ein Gewicht von etwa 700 kg. Die Kühe sind deutlich
kleiner und wiegen selten mehr als 350 kg.
Das Maul ist vollständig behaart, der Körper ist besonders
an Schwanz, Beinen und Widerrist mit langem und dichtem Fell ausgestattet,
das bis auf den Boden reicht. Während die Wildform ausschließlich
schwarzbraun gefärbt ist, gibt es von Hausyaks Farbschläge
von weiß über braun, rot und schwarz. Oft kommen auch
gescheckte Yaks vor. Beide Geschlechter tragen nach außen
und aufwärts gerichtete Hörner, die bei Bullen fast einen
Meter lang werden können.
In der Eiszeit kamen Yaks in fast allen asiatischen Gebirgsregionen
sowie auch in Alaska und Mitteleuropa vor, heute findet man sie
noch in einigen Teilen West-Chinas und Tibets. Ihr Lebensraum sind
hochgelegene Felsensteppen in Höhen bis zu 6100 m. In den kälteren
Jahreszeiten ziehen sie in tiefere Lagen. Die großen Herden
wilder Yaks bestehen aus Kühen mit ihren Kälbern. Die
Bullen sind die meiste Zeit des Jahres Einzelgänger und schließen
sich erst im September den Herden an. In langen Schaukämpfen
um das Anrecht auf die Kühe, stellt sich der Herdenchef heraus.
Die Verwendung des Hausyaks als Nutztier ist sehr vielseitig. Als
Last- und Reittier kann er über 150 kg tragen. Die Milchleistung
der Kühe liegt zwar bei nur etwa 400 Litern im Jahr, jedoch
hat die rosafarbene Yakmilch einen sehr hohen Fettgehalt von etwa
8%. Aus der feinen Unterwolle wird Kleidung hergestellt, während
man das grobe Deckhaar für Zeltstoffe und Decken verwendet.
Auch Leder und Fleisch werden verarbeitet bzw. gegessen.
Nach einer Tragzeit von neun Monaten bringt die Kuh ein Kalb zur
Welt. Im Alter von acht Jahren ist ein Yak ausgewachsen, dasHöchstalter
beträgt 25 Jahre.
Der Wildyak gilt in Freiheit als gefährdet, man schätzt,
dass es weniger als 15.000 Tiere gibt.
rechtes Foto: M. Assmus
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