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Der Mönchsgeier (Aegypius monachus) ist ein
Altweltgeier aus der Familie der Habichtartigen (Accipitridae).
Nach dem Bartgeier ist er der größte europäische
Greifvogel.
Er ist in Spanien, auf der Insel Mallorca, im südlichen Balkan
und in manchen Teilen Zentralasiens verbreitet. Hier findet er Bergwälder,
die als Brutgebiete bevorzugt werden. Während die südeuropäischen
Mönchsgeier auch im Winter in ihren Revieren bleiben, ziehen
die Tiere in den nördlicheren Verbreitungsgebieten Asiens in
der kalten Jahreszeit gen Süden.
Der Mönchsgeier erreicht eine Körperlänge von 90
bis 110 cm und wird 7 bis 12 kg schwer. Flügelspannweite beträgt
250 bis 295 cm. Das Gefieder ist dunkelbraun, der nackte Hals hat
eine hellbraune Federkrause. Der große Schnabel ist bläulich,
er dient dem Zerteilen von Kadavern und ermöglicht es, angetrocknetes
Fleisch von Knochen zu schaben.
Bei der Nahrungssuche fliegt der sonst an Gebirgslandschaften gebundene
Geier auch über offene Flächen. Er ernährt sich zwar
in erster Linie von Aas mittelgroßer und großer Säugetiere,
ist aber auch in der Lage, kleine Echsen und Säugetiere bis
Hasengröße zu erbeuten.
Als monogame Vögel bleiben Mönchsgeierpaare ein Leben
lang zusammen. Das Nest wird meist auf einem hohen Baum in Hanglage
errichtet, was Start und Landung der Altvögel erleichtert.
Es besteht aus Ästen und Zweigen. Das Weibchen legt ein Ei,
aus dem nach 50 bis 55 Tagen Bebrütung durch beide Elternteile
ein etwa 200 g schweres Küken schlüpft. Dieses bleibt
bis zu 120 Tage im Nest und wird von den Altvögeln mit Nahrung
versorgt. Nach dieser sehr langen Nestlingszeit ist der nun flügge
gewordene Jungvogel fast schon genauso schwer wie seine Eltern.
Er bleibt noch einige Wochen mit ihnen verbunden und begleitet sie
auf Futtersuche. Mit 5 bis 6 Jahren ist der Mönchsgeier geschlechtsreif.
Früher war die Art auch in Nordafrika, Portugal, Rumänien
und bis nach Israel verbreitet. Sogar in Deutschland gab es bis
1921 noch Mönchsgeier. Das Verbreitungsgebiet wird immer kleiner
und man schätzt ca. 7.200 bis 10.000 Paare, davon 1000 in Europa.
Der Mönchsgeier ist als "gering gefährdet" eingestuft.
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