
Die Weißkehlmeerkatze (Cercopithecus albogularis)
ist eine Primatenart aus der Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae).
Früher wurde sie als Unterart der Diademmeerkatze (Cercopithecus
mitis) angesehen, mittlerweile gilt sie als eigene Art. Der
Name "Meerkatze" kommt wahrscheinlich vom Sanskrit-Wort
markata für "Affe". Andererseits besteht
die These dass der Name entstand, als die katzenähnlich aussehenden
Affen über das Meer nach Europa gelangt sind.
Sie kommt in Somalia, Kenia und Südafrika vor. Als ausgesprochener
Baumbewohner ist ihr bevorzugter Lebensraum der Urwald.
Die Kopfrumpflänge beträgt 40 bis 70 cm, der Schwanz
ist 70-102 cm lang. Das Gewicht liegt bei bis zu 9 kg. Die Männchen
sind deutlich größer und schwerer als die Weibchen. Das
Fell der Weißkehlmeerkatze ist grau, Schwanz und Extremitäten
sind schwärzlich. Das Gesicht ist dunkel, nur Kinn und Kehle
sind weiß. An den Innenseiten der Wangen befinden sich Backentaschen,
in die Futter gestopft und später mit dem Handrücken wieder
in die Mundhöhle geschoben wird.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten, Blüten,
Blättern und Knospen, selten werden auch Insekten und kleine
Wirbeltiere erbeutet. Die Weißkehlmeerkatze ist tagaktiv und
zieht in Gruppen, die aus einem Mann und bis zu 40 Weibchen bestehen,
durch die Baumkronen. Fremde Artgenossen werden durch laute Rufe
und weit hörbare Töne im Bereich von 125 bis 200 Hertz
aus dem Revier vertrieben.
Nach einer Schwangerschaft von 5 Monaten kommt ein Junges zur Welt
und wird etwa zwei Monate am Bauch der Mutter getragen. Mit zwei
Jahren sind ist es vollständig entwöhnt und mit ca. 4
Jahren geschlechtsreif. Weißkehlmeerkatzen können mehr
als 20 Jahre alt werden.
Meerkatzen sind als Krankheitsüberträger und Ernteschädling
in ihrer Heimat ziemlich unbeliebt und werden teilweise auch wegen
ihres Fleisches gejagt. Die größte Gefahr ist jedoch
die Zerstörung ihres Lebensraumes durch den Menschen. Zwar
ist die Weißkehlmeerkatze in manchen Gebieten selten geworden,
zählt aber nicht zu den bedrohten Arten.
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