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Der Große Mara (Dolichotis patagonum), auch Großer Pampashase genannt, ist nach dem Wasserschwein (Hydrochoerus hydrochaeris) der größte Vertreter der Familie der Meerschweinchen (Caviidae). Die Weibchen sind mit bis zu 9 kg etwas schwerer als die Männchen.
Mit ihren langen Beinen und den bis zu 10 cm langen Ohren, werden Maras oft für Verwandte der Hasen gehalten, jedoch handelt es sich bei den durchschnittlich 75 cm langen Tieren um echte Nagetiere.
Maras haben sich in ihrem Körperbau an ihren Lebensraum, die Pampa und Monte-Steppe in Argentinien, sehr gut angepasst. Die stelzenhaften Beine ermöglichen ihnen einen Überblick über das hohe Steppengras, um Raubtiere wie Pumas, Pampaskatzen oder Füchse frühzeitig zu erkennen. Ihre evolutionsbiologische Entwicklung ist ähnlich den Huftieren, so sind Maras Grasfresser, haben hufartige Zehen an den Hinterfüßen und bringen nur wenige Junge zur Welt.

Pampashasen sind tagaktiv und die meiste Zeit ihrer Wachphase mit der Futtersuche und auch mit Sonnenbaden beschäftigt.
Die Nacht verbringen Maras meistens im schützenden Dickicht oder in Bauen anderer Tiere. Mit den scharfen Krallen an ihren Vorderfüßen graben sie meist nur Baue, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und großzuziehen. Paare leben über mehrere Jahre in Einehe. Das Männchen folgt seinem Weibchen wohin es auch geht. Zum Partnerwechsel kommt es meist nur, wenn ein Tier stirbt. Mehrere Paare bilden lose Herden von manchmal mehr als 60 Tieren. Nach der Paarung tragen die Weibchen 90-93 Tage durchschnittlich zwei Jungtiere pro Wurf aus. Die etwa 600 Gramm schweren Jungen sind Nestflüchter und kommen vollständig entwickelt zur Welt.

In der Gruppe kommunizieren Maras in erster Linie mittels Geruchsbotschaften. Sie stoßen aber auch Quietschlaute aus, klappern mit den Zähnen um ihren Artgenossen zu drohen und grunzen bei Gefahr um die Gruppe zu warnen.
Die ansonsten langsam gehenden Maras können im vollen Galopp eine Geschwindigkeit von bis zu 45km/h erreichen. Dabei kommt es auch zu sehr hohen Prellsprüngen.
In Freiheit erreichen Große Maras ein Höchstalter von 10 Jahren, in Zoos werden die Tiere oft bis zu 14 Jahre alt.


 

 

 

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