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Der Schopfmakak (Macaca nigra) ist eine Primatenart
aus Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Er
kommt im Nordosten der indonesischen Insel Sulawesi sowie auf kleineren
Nachbarinseln vor.
Das Fell und das unbehaarte Gesicht sind schwarz, nur das Hinterteil
ist beim Männchen zartrosa und bei geschlechtsbereiten Weibchen
intensiv rotrosa gefärbt. Mit einer Kopf-Rumpflänge von
45 bis 60 cm und einem Gewicht von 5 bis 10 kg gehört er zu
den kleineren Makakenarten. Auffälligstes Merkmal des Schopfmakaken
ist der lange Haarschopf auf der Oberseite des Kopfes. Die insgesamt
größeren Männchen haben auch ein größeres
Gebiss und längere Eckzähne als die Weibchen.
Schopfmakaken sind tagaktive Regenwaldbewohner. Sie schlafen auf
Bäumen und kommen zur Futtersuche teilweise auch auf den Boden.
Sie leben in Gruppen von 5 bis 30 Individuen mit deutlich höherem
Weibchenanteil. Sie ernähren sich von Früchten, Knospen,
Blättern und Blüten, fressen aber auch Vogeleier und kleine
Tiere. Im Zoo bekommen die Tiere ein Menü aus Obst und Gemüse,
Erdnüssen, Sämereien, Joghurt, Eiern und Affenpressfutter
mit Bananenstücken. Zusätzlich werden frische Zweige mit
Blättern von Esche, Bambus, Ulme, Weide und Ahorn gefüttert.
Die Kommunikation der Schopfmakaken besteht aus vielseitiger Mimik
und Gestik aber auch aus verschiedenen Lauten.
Nach einer Schwangerschaft von 162 bis 186 Tagen kommt ein etwa
500 Gramm schweres Jungtier zur Welt. Das Gesicht ist beim Neugeborenen
noch rosa. Diese Färbung stimmt Gruppenmitglieder dazu, milde
mit spielenden Jungtieren umzugehen und beschert dem Affenkind eine
gewisse Narrenfreiheit.
Schopfmakaken werden einerseits als Ernteschädling, andererseits
wegen ihres Fleisches, das als Delikatesse gilt, stark verfolgt.
Zusätzlich lässt die Abholzung der Regenwälder ihren
Lebensraum schrumpfen. Auf Sulawesi gibt es sie nur noch in Nationalparks,
auf wenig besiedelten Nachbarinseln, ist der Bestand noch stabil.
Insgesamt gilt die Art als bedroht und es werden noch etwa 100 000
Individuen geschätzt.
In europäischen Zoos sind Schopfmakaken nur selten zu sehen.
Seit Mitte der 70er Jahre werden im Vivarium Darmstadt Schopfmakaken
gehalten und gezüchtet. Einige der Tiere wurden zum Aufbau
von weiteren Zuchtgruppen an andere zoologische Einrichtungen abgegeben.
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