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Schmutzgeier

(Neophron percnopterus)

Schmutzgeier sind natürlich nicht schmutziger als andere Geier - bei ihrem weißen Gefieder fällt es halt eher auf, wenn sie in Kadavern gestochert oder Müll nach verwertbaren Fleischabfällen durchsucht haben. Schmutzgeier sind jedoch sehr anpassungsfähig und können auf andere Nahrung ausweichen, wenn die großen Geier mal wieder schneller am Kadaver waren. Dann fressen sie Insekten oder ab und zu Datteln und Palmnusshülsen. Manchmal sind die kleinsten aller Geier auch etwas pfiffiger als ihre großen Verwandten: sie haben herausgefunden, dass sie Straußeneier aufbrechen können, indem sie Steine darauf werfen, um so an den Inhalt heran zu kommen.

Schmutzgeier bewohnen Bergregionen des Mittelmeerraumes sowie Wüsten und Wüstensteppen in Afrika und Vorderasien. Die einst häufigsten europäischen Geier sind heute mit noch etwa 2.000 Brutpaaren in Mitteleuropa vertreten (Spanien, Italien, Griechenland). Etwas häufiger sind sie in Nordwest-Afrika und der Türkei. Sie sind die einzigen Geier, die als Zugvögel in Afrika überwintern.

 


 

 

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