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Der Uhu (Bubo bubo) ist der bekannteste Vertreter der Gattung der Uhus (Bubo) und gleichzeitig der größte Vogel aus der Ordnung der Eulen (Strigiformes). Sowohl der deutsche Name "Uhu" als auch die wissenschaftliche Bezeichnung "Bubo" lassen sich auf den Balzruf der Tiere zurückführen.
Die Art hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet und kommt sowohl in Europa und Asien als auch in Nordafrika vor. In Deutschland werden ca. 1000 Brutpaare geschätzt.
Je nach Herkunft werden Uhus 2000 bis 4000 Gramm schwer und werden 60 bis 70 cm groß. Die Flügelspannweite beträgt 155 bis 170 cm. Weibchen sind deutlich größer und schwerer als Männchen.

Der typische Lebensraum besteht aus Waldgebieten mit Gewässern, Hecken und freien Feldflächen. Der anpassungsfähige Vogel ist aber auch in Gebirgen, Nadelwäldern, subtropischen Gebieten und an Meeresküsten zu finden.
Zur Brut bevorzugt das Weibchen eine Felsnische, oft auch in Steinbrüchen. Es legt 3-4 Eier in ein einfaches Nest. Nach 34 Tagen schlüpfen die ca. 60 g schweren Küken. Sie werden von den Eltern, auch nachdem sie das Nest verlassen haben, betreut und sind mit 5 Monaten selbstständig. Das Gebiet rund um das Nest wird von beiden Eltern aggressiv gegen Angreifer verteidigt. Der Vogel sträubt fauchend das Gefieder und fächert Schwanz und Flügel auf, um größer zu wirken. Im äußersten Fall beißt er auch ernsthaft zu um Füchse, Marder und Menschen in die Flucht zu schlagen.

Während der Uhu tagsüber auf einem Baum schläft, hält er die orangeroten Augen fast vollständig geschlossen und stellt die Federohren senkrecht auf, um von Feinden und anderen Vögeln nicht erkannt zu werden. Tagvögel reagieren auf Eulen sehr aggressiv und selbst kleinere Singvögel versammeln sich laut lärmend um einen entdeckten Uhu und starten Scheinangriffe auf den umzingelten Raubvogel. Dieses Verhalten haben sich auch Jäger zum Vorteil gemacht und haben junge Uhus und Käuze als Lockvögel benutzt um Greifvögel und Krähen bei der so genannten Hüttenjagd zu schießen.

Als nächtlicher Jäger wird der Uhu erst in der Dämmerung aktiv und begibt sich auf die Jagd nach kleinen Säugetieren oder schlafenden Vögeln. Er erbeutet vornehmlich Igel, Ratten, Mäuse, Kaninchen, Tauben, Enten und Singvögel. Es kann aber auch vorkommen, dass er größere Beutetiere wie junge Füchse, Feldhasen oder Graureiher schlägt. Schnelle Vögel wie Krähen und kleinere Eulen kann er ohne viel Anstrengung einholen und im Flug greifen. Auch zu Fuß erbeutet der Uhu mit ausholenden Schritten eine flüchtende Maus oder sucht nach Schnecken und Regenwürmern.

Aufgrund der so genannten Aushorstung junger Uhus zur Hüttenjagd, dem Schrumpfen seines Lebensraumes und dem massenhaften Abschuss des Uhus als Jagdkonkurrenten, ist die Art in Mitteleuropa in den 30er Jahren fast ausgerottet worden. Durch Wiederansiedlungsprojekte und Schutzmaßnahen für Uhus und ihren Lebensraum hat ihre Zahl seit den 80ern zugenommen. Auch das Vivarium hat sich mit seinen Nachzuchten an Auswilderungsprojekten beteiligt, mittlerweile gibt es genug sich vermehrende Uhus in Freiheit.
Wilde Uhus erreichen ein Alter von höchstens 27 Jahren. Im Zoo werden sie oft mehr als 30 Jahre alt. Der älteste bekannte Uhu wurde in Volierenhaltung 68 Jahre alt.


 

 

 

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