
Der Rostrote Madagaskarleguan (Oplurus sebae) gehört
zur Familie der Leguane (Iguanidae). Leguane kommen hauptsächlich
in Nord- und Südamerika vor, es gibt aber auch einige Vertreter
in Madagaskar und auf manchen ozeanischen Inseln.
Der Große Madagaskarleguan bewohnt weite Teile von West- und
Zentralmadagaskar. Sein Lebensraum ist gekennzeichnet durch trockenes
und heißes Klima. Man findet ihn in Trockenwäldern und
Savannen aber auch in der Nähe von Siedlungen. Besonders in
der Provinz Mahajanga im Nordwesten der Insel kann man ihn auch
in den Gärten der Einheimischen beobachten.
Madagaskarleguane erreichen eine Gesamtlänge von 35 bis 38
cm, wobei Schwanz mit 20 bis 23 cm den größten Teil ausmacht.
Der gedrungene Körper ist abgeflacht, die graue bis braune
Färbung ist von dunklen Querbändern durchzogen. Im Halsbereich
zeichnet sich ein breiter schwarzer Streifen ab. Der Schwanz trägt
Dornenschuppen, die dem Madagaskarleguan auch den Namen Stachelschwanzleguan
eingebracht haben.
Der Madagaskarleguan ist ein schneller Läufer und mit seinen
starken Beinen und langen Krallen klettert er sehr flink an Baumstämmen
und Felsen empor.
Als tagaktiver Jäger sucht er die meiste Zeit auf Bäumen
nach Insekten und Larven. Wenn er sich auf den Boden begibt, bleibt
er immer in der Nähe einer Baumhöhle in die er bei Gefahr
flüchten kann. Wie auch in Freiheit fressen die Madagaskarleguane
im Vivarium neben tierischer Nahrung auch gelegentlich Obst und
verschiedene Blätter.
Das Weibchen kann mehrmals im Jahr Eier legen. Ein Gelege besteht
aus zwei bis fünf Eiern und wird in der Erde vergraben. Nach
60 bis 70 Tagen schlüpfen die Jungtiere, die wie bei allen
Echsen von Geburt an selbstständig sind. Die durchschnittliche
Lebenserwartung beträgt 8 Jahre, manche Tiere werden auch mehr
als 10 Jahre alt.
|