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Der Allfarblori (Trichoglossus haematodus) ist eine Vogelart aus der Familie der Lories (Loriidae). Er gehört zu den Papageienvögeln und ist entfernt mit den Sittichen und Kakadus verwandt.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Bali, Neuguinea, das Bismarck-Archipel, die Salomonen und Neukaledonien bis nach Nord- und Ostaustralien. Der Allfarblori ist sowohl in Regenwäldern, Mangrovenwäldern und Heidegebieten als auch in Parks und Gärten zu finden.
Er wird etwa 25 bis 30 cm lang und 120 bis 140 Gramm schwer. Die Flügelspannweite beträgt rund 40 cm. Charakteristisch neben der bunten Färbung ist die lange, schmale Zunge. Die Zungenspitze ist mit vielen kleinen Papillen besetzt, die es dem Lori ermöglichen, Nektar aus einer Blüte zu lecken. Taucht er die Zunge in eine Blüte, richten sich die Papillen auf und saugen sozusagen den Nektar auf. Beim Zurückziehen der Zunge in den Schnabel wird die Zungenspitze gegen den Gaumen gepresst. Die Hautfalten am Gaumen drücken den Nektar aus den Zwischenräumen der Papillen heraus. Neben Nektar frisst der Allfarblori auch Früchte, Beeren, Knospen und Pollen. Im Zoo wird der Nektar durch speziell angerührte "Lorisuppe" ersetzt.
Der Allfarblori lebt in Gruppen, die aus 5-10 monogamen Paaren und einigen Einzeltieren bestehen. Bei Wanderungen und zur Nachtruhe schließen sich mehrere Gruppen zu einem großen Schwarm zusammen. Die Brutzeit findet von August bis Mai statt. Männchen und Weibchen polstern eine Baumhöhle mit Rindenstücken und morschem Holz aus. Das Weichen legt zwei bis drei Eier, die 25 Tage bebrütet werden. Nach dem Schlupf bleiben die Küken noch bis zu 55 Tage im Nest und werden von den Eltern gefüttert, bis sie selbst fliegen können. Mit zwei Jahren ist ein junger Lori geschlechtsreif. Die Lebenserwartung beträgt etwa 25 Jahre.

 

 

 

 

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