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Der Saruskranich (Grus antigone) ist der größte
Vertreter der Familie der Kraniche (Gruidae). Der 150 cm
große Vogel wird 7 bis 8,5 kg schwer und hat eine Flügelspannweite
von 240 cm. Männchen und Weibchen sind etwa gleich groß
und tragen beide ein graues Federkleid und haben einen roten ungefiederten
Kopf und Oberhals.
Ursprünglich ist der Saruskranich in Südostasien beheimatet,
er wurde aber in den 1960ern auch in Nordaustralien eingebürgert
und lebt dort, wie in seinem asiatischen Lebensraum in Sumpfgebieten.
Er jagt Insekten und Kleintiere, ernährt sich aber auch von
Wasserpflanzen und Samen.
Anders als andere Kranicharten ist er kein Zugvogel und bleibt seinem
Standort ganzjährig treu.
Saruskraniche leben in Einehe, die oft ein 40 Jahre währendes
Leben anhält. Das Paar errichtet im Frühjahr ein Nest
am Boden, in das das Weibchen meist 2 Eier legt. Während das
Weibchen brütet, wird es vom Männchen bewacht. Einen Monat
später schlüpfen die sehr weit entwickelten Jungen und
verlassen noch am gleichen Tag das Nest, um mit ihren Eltern auf
Futtersuche zu gehen. Nach etwa 10 Wochen können die Küken
fliegen und für sich selbst sorgen, bleiben aber bis zur nächsten
Brutsaison bei ihren Eltern. Mit drei bis vier Jahren sind die Jungvögel
geschlechtsreif und suchen sich Partner, mit denen sie die für
Kraniche charakteristischen Balztänze aufführen.
Der Bestand des Saruskranichs ist weltweit gefährdet. In ganz
Südostasien droht ihm durch immer weitere Zerstörung des
Lebensraums die gebietsweise Ausrottung. Nur in Nordaustralien und
in Indien, wo der Kranich als heiliges Tier besonders geschützt
wird, sind die Bestände noch stabil.
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