Lageplan 

 

 Eintrittspreise 

 

 Anfahrt/Anschrift 

 

 Patenschaft 

 

 Gastronomie 

 

 

 

 

 

 

Das Guanako (Lama guanicoe) ist ein wildlebendes Kleinkamel aus der Familie der Kamele (Camelidae). Es ist die Stammform des seit Jahrhunderten als Haustier gehaltenen Lamas und höchstwahrscheinlich auch die des Alpakas.
Das Verbreitungsgebiet des Guanakos erstreckt sich von den Anden (bis 4200m Höhe) bis in die Pampa. Man findet es in Peru, Ecuador, Bolivien, Chile und Argentinien. Der bevorzugte Lebensraum ist offenes Grasland.
Die Kopfrumpflänge liegt bei 150 bis 220 cm, die Schulterhöhe liegt bei durchschnittlich 110 cm. Ein Guanako kann bis zu 120 kg schwer werden. Das wollige Fell ist hellbraun und am Bauch und an den langen Beinen weiß. Die Füße haben zwei Zehen mit für Kamele typischen Schwielenpolstern. Das Guanako ist ein sehr guter Kletterer und kann ausgezeichnet schwimmen.
Eine Guanakoherde besteht aus einem Männchen und 5 bis 10 Weibchen und ihren Jungen. Die Gruppe geht gemeinsam auf Futtersuche. Hauptnahrungsmittel sind Gräser und Kräuter, seltener auch Blätter und Rinde von Büschen und Sträuchern. Die Nahrung wird wenig zerkaut verschluckt und gelangt, ähnlich wie bei Wiederkäuern, zuerst in den Vormagen, um später nochmals hoch gewürgt und durchgekaut zu werden. Etwa 330 Tage nach der Paarung bringt das Weibchen im Spätsommer ein Fohlen zur Welt. Es kann nach wenigen Stunden bereits alleine aufstehen und der Mutter folgen. Mit 4 Monaten ist das Jungtier entwöhnt und wird noch vor seiner Geschlechtsreife vom Leithengst aus der Gruppe vertrieben. Ein junges Weibchen sucht dann Anschluss an eine benachbarte Gruppe, junge Hengste schließen sich zu Junggesellenverbänden zusammen. Geschlechtsreife Hengste gründen ein eigenes Territorium und eine eigene Herde.
Guanakos wurden wahrscheinlich schon vor 5000 Jahren von den Inkas domestiziert. Trotzdem ist man sich nicht sicher, ob neben dem Lama auch das Alpaka vom Guanako abstammt, da sich alle vier Kleinkamelarten untereinander fruchtbar kreuzen lassen und somit auch das Vikunja an der Entstehung der Haustierformen beteiligt sein könnte.
Vor der Ankunft der Spanier in Südamerika gab es wahrscheinlich 50 Millionen wilde Guanakos. Heute schätzt man nur noch etwa 500.000 frei lebende Individuen. Aus diesem Grund ist das Guanako durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt.

 

 

<< zurück