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Die Nordafrikanische Dornschwanzagame (Uromastyx acanthinura),
auch Dornschwanz genannt, ist eine Echse aus der Familie
der Agamen (Agamidae).
Sie kommt in Nordafrika vor und bewohnt in erster Linie Savannen
und Halbwüsten mit ausreichend Vegetation.
Die Dornschwanzagame erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von bis
zu 45 cm, der Schwanz wird 28-30 cm lang. Weibchen sind kleiner
als Männchen. Der Körper ist abgeflacht, sodass beim Sonnenbad
viel Wärme aufgenommen werden kann. Der vergleichsweise kleine
Kopf ist dunkelgrau bis schwarzbraun, der restliche Körper
weist eine graubraune bis rötliche Färbung auf. Eine weitere
Besonderheit der Dornschwanzagame, die der Aufnahme von Wärme
dient, ist die Fähigkeit, die Hautfarbe zu wechseln. Morgens
ist sie dunkler als mittags, wenn der Körper aufgeheizt ist.
Die Beine sind kräftig und mit langen Krallen versehen. So
ist es dem Dornschwanz möglich, Erdbauten zu graben, die ihm
als Wohnhöhle dienen. Die großen dornartigen Schuppen
am Schwanz dienen der Verteidigung.
Nachts schläft der Dornschwanz in seiner Erdhöhle, tagsüber
kommt er heraus und begibt sich nach dem ersten Sonnenbad auf Nahrungssuche.
Er ist ein Pflanzenfresser und ernährt sich von Gräsern,
Blüten und Früchten. Den kurzen Winter verbringt die Dornschwanzagame
in einer Kältestarre.
Sobald es wieder wärmer wird, beginnt die Paarungszeit. Das
Balzverhalten der Männchen erinnert stark an Liegestütze.
Das paarungswillige Weibchen wird am Hals gepackt und begattet.
Später gräbt es eine Kuhle, in die dann 15 bis 20 Eier
gelegt und wieder mit Sand bedeckt werden. Nach 80 bis 120 Tagen
schlüpfen die etwa 8 cm langen Jungtiere. Sie sind in ihrer
Kindheit Insektenfresser, stellen aber als Erwachsene komplett auf
Pflanzennahrung um. Mit drei bis fünf Jahren ist ein Dornschwanz
geschlechtsreif. Die Lebenserwartung beträgt etwa 20 Jahre.

Die Grüne Wasseragame (Physignathus cocincinus)
ist eine Echse aus der Familie der Agamen (Agamidae).
Sie kommt in Regenwaldgebieten von Südchina, Vietnam, Kambodscha,
Laos und Thailand vor. Der Artname ergibt sich aus dem Erstfundort
Cochinchina (Vietnam). Der bevorzugte Lebensraum sind Tieflandregenwälder
mit ausreichend fließenden und stehenden Gewässern. Hier
lebt die Wasseragame in der dichten Ufervegetation, aber auch hoch
in den Bäumen, die sie zum Sonnen erklettert.
Die Männchen erreichen eine Gesamtlänge von ca. 1 m, die
Weibchen bleiben mit 80 cm etwas kleiner. Etwa drei Viertel der
Körperlänge entfallen auf den seitlich abgeflachten Schwanz,
mit dessen Hilfe die Agame sehr schnell schwimmen kann. Der Körper
ist in unterschiedlichen Grüntönen gefärbt und trägt
ein hellbraunes Muster, während der Schwanz dunkel gebändert
ist. Vom Nacken bis über die Schwanzwurzel zieht sich entlang
der Wirbelsäule ein Rückenkamm, der bei Männchen
deutlicher ausgeprägt ist, als bei Weibchen.
Die Wasseragame ist ein scheues Tier und reagiert auf Störung
mit der Flucht ins Wasser. Die geselligen Tiere sonnen sich tagsüber
in der Gruppe auf einem Ast, der über einen Bach oder Teich
ragt. Bei dem geringsten Anzeichen von Gefahr springen alle Tiere
selbst aus großen Höhen ins Wasser. Der Nahrungserwerb
findet sowohl im Wasser, als auch in den Bäumen und am Boden
statt. Neben Pflanzenteilen werden auch Vogeleier, Nagetiere und
große Insekten erbeutet. Da die Wasseragame ausgezeichnet
klettern und schwimmen kann, ist sie auch in der Lage, Vögel
und Fische zu erbeuten.
Eine Gruppe besteht aus einem Männchen und seinen Weibchen.
Das paarungsbereite Weibchen wird von dem Männchen umworben,
bis es sich auf eine Paarung einlässt. Kurze Zeit später
legt es eine etwa 15 cm tiefe Nistgrube an, in die 10 bis 16 Eier
gelegt werden. Nach 70 bis 100 Tagen schlüpfen die 13 bis 15
cm langen Jungtiere. Sie ernähren sich in den ersten Wochen
ausschließlich von Insekten, bis sie nach und nach auch vegetarische
Kost zu sich nehmen.
Die Bartagame (Pogona vitticeps) ist eine Echse aus
der Familie der Agamen (Agamidae). Der Name setzt sich aus dem griechischen
pogon (=Bart) und dem lateinischen vittatus (=gestreift)
und cephalus (=Kopf) zusammen.
Sie kommt Steppen, Trockenwäldern und Wüsten in Zentral-
und Ostaustralien vor.
Die Bartagame erreicht eine Gesamtlänge von 50 cm, wovon die
Hälfte auf den Schwanz entfällt. Der dreieckige Kopf hat
einen stark ausgeprägten Schuppenbart, der an den Mundwinkeln,
am Trommelfell und an der Kehle in Stacheln übergeht. Bei Erregung
kann der Bart mithilfe des Zungenbeins abgespreizt werden, um einem
eventuellen Feind zu imponieren. Der Körper ist flach, die
Beine kurz und kräftig. Entlang der Körperseite laufen
ebenfalls stachelartige Schuppenreihen. Vom Trommelfell bis zu den
Augen verläuft ein dunkler Streifen. Die Körperfärbung
ist sehr variabel. Es gibt von hellen sandfarbenen Tieren über
rotbraune und graue auch fast schwarze Exemplare.
Die Bartagame sitzt tagsüber auf einem Stein oder Baumstumpf
und sonnt sich. Von ihrem Ansitz aus erbeutet sie Insekten, Würmer
und kleine Wirbeltiere, die sie nötigenfalls einige Meter verfolgt.
Zu einem großen Teil besteht die Ernährung aber auch
aus Pflanzenteilen wie Gräsern, Blüten, Samen und Früchten.
Männliche Bartagamen verteidigen ihr Revier gegen mögliche
Konkurrenten durch Nicken mit dem Kopf und Abspreizen des Bartes.
Schwächere Eindringlinge ziehen sich daraufhin meist mit dem
Kopf nickend zurück, während gleichstarke Männchen
es auf eine Auseinandersetzung mit dem Revierinhaber ankommen lassen.
Beide Kontrahenten blähen ihre Körper auf, um größer
zu wirken. Nach längerem Umkreisen verbeißen sich die
Tiere schließlich ineinander und versuchen sich an der Schwanzwurzel
zu packen. Der Unterlegene wird so lange hochgehoben und geschüttelt,
bis er den Sieger durch kreisende Bewegungen mit den Armen besänftigt.
Bei solchen Kämpfen kommt es oft zu Verletzungen oder sogar
Verlust des Schwanzes.
Kurz nach der Winterruhe, die die Bartagame in einer geschützten
Höhle verbringt, gerät sie in Paarungsstimmung. Das Männchen
balzt mit gespreiztem Bart und Kopfnicken. Das Weibchen lockt durch
das beschwichtigende Armwinken und legt sich flach auf den Boden.
Während des mehrmals täglich stattfindenden Paarungsaktes
beißt das Männchen das Weibchen in den Nacken. Etwa 6
Wochen nach der Befruchtung legt das Weibchen eine Nisthöhle
an, in die es 20-30 Eier legt. Die Jungtiere schlüpfen nach
50 bis 80 Tagen und sind vom ersten Tag an selbstständig. Mit
12 Monaten ist eine Bartagame geschlechtsreif. Das Höchstalter
beträgt 15 Jahre.
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